Einzelne Staaten können zur Finanzierung ihrer öffentlichen Haushalte Schuldverschreibungen an private Anleger ausgeben. Der Käufer erhält mit der Staatsanleihe ein festverzinsliches Wertpapier mit begrenzter Laufzeit. Der Emittent verpflichtet sich nach Ablauf des Anlagezeitraumes (häufig 10 Jahre) zur Rückzahlung des überlassenen Kapitals inklusive der aufgelaufenen Zinserträge.

Sicherheit von Staatsanleihen

Die Staatsanleihe gilt als konservative Form der Geldanlage, bietet dem Investor jedoch keine hundertprozentige Sicherheit. Theoretisch kann der Anleger einen Totalverlust erleiden, wenn der emittierende Staat bankrott geht. Internationale Rating-Agenturen, wie Standard & Poor`s und Moody`s, bewerten die Bonität der einzelnen Staaten. Das Triple A (AAA) markiert den Bestwert. Anleihen mit dieser Einstufung bieten dem Anleger größtmögliche Sicherheit für die Rückzahlung. Deutsche Staatsanleihen (Bundesanleihen) erhalten regelmäßig ein AAA-Rating, während viele Länder mit geringerer Wirtschaftskraft und/oder höherer Staatsverschuldung häufig mit AA- oder gar B bewertet werden.

Verzinsung von Staatsanleihen

Die Verzinsung einer Staatsanleihe – und damit die mögliche Rendite – ist abhängig vom Rating der herausgebenden Staaten und dem allgemeinen Zinsniveau zum Zeitpunkt der Emission. Je schlechter das Rating, umso höher der Zinssatz, den der jeweilige Staat für die Schuldverschreibung zahlen muss. Der Anleger muss für einen hohen Zinssatz stets ein höheres Kapitalrisiko in Kauf nehmen. Die Verzinsung ist zusätzlich nach Laufzeiten gestaffelt, wobei langfristige Anlagen mit besonders hohen Zinsen vergütet werden. Die Staatsanleihen werden als Wertpapiere täglich an den Börsen gehandelt.