Private und institutionelle Anleger können Unternehmensanteile von Aktiengesellschaften (AG) in Form von Wertpapieren (Aktien) kaufen. Die Aktie stellt einen verbrieften Anteil am Grundkapital der AG dar und kann an der Börse gehandelt werden. Mit dem Kauf einer Aktie wird der Anleger zum Teilhaber (Aktionär) der ausgebenden Aktiengesellschaft. Das Unternehmen generiert durch die Ausgabe von Wertpapieren frisches Kapital, beispielsweise für Investitionen.

Der Wert einer Aktie

Der Wert einer Aktie ist abhängig vom aktuellen Kurs an der Börse. Das Verhältnis zwischen Kauf- und Verkaufsaufträgen (Order) bestimmten den aktuellen Kurswert, der sich minütlich ändern kann. Zu den wichtigsten Kriterien für die Kursentwicklung gehört die wirtschaftliche Gesamtlage des Unternehmens, die Marktposition, die aktuellen Quartalszahlen (Gewinne oder Verluste) und die wirtschaftliche Perspektive (Auftragslage). Führungswechsel im Management, Gerüchte um Übernahmen von oder durch andere Unternehmen, oder politische Ereignisse und Entscheidungen, können die Kurse steigen oder fallen lassen. Institutionelle Anleger bestimmen durch den An- oder Verkauf von großen Aktienpaketen maßgeblich die Kursentwicklung.

Gewinne und Verluste beim Handel mit Aktien

Die Aktie ist ein rein spekulative Form der Geldanlage, sowohl satte Gewinne als auch Totalverluste sind jederzeit möglich. Gewinn erzielt der Anleger, wenn er eine Aktie zu einem deutlich höheren Kurs verkauft, als er sie zuvor erworben hat. Bei jedem An- und Verkauf entstehen Kosten, beispielsweise für die Order, Orderzusätze und die Maklercourtage, welche den Gewinn schmälern. Abhängig vom wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens, erhalten die Aktionäre einen bestimmten Anteil von der erzielten Rendite in Form von jährlichen Dividenden.